Übe unabhängig von der Stimmung

Journal · 18. Februar 2026

Übe unabhängig von der Stimmung

Jemand hat mir kürzlich gesagt, ich müsse einen starken Willen und starke Motivation haben, wenn ich regelmäßig Ashtanga-Yoga praktiziere (😂). Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Meine Ashtanga-Praxis basiert nicht auf Motivation, denn Motivation ist nicht beständig. Manchmal verschwindet sie genau dann, wenn man sie am meisten braucht. Man kann auf ihr keine Alltagsroutine aufbauen.

Die meisten Tage sind kein Flow, kein ästhetischer Instagram-Film, keine Inspiration. Oft sind es Müdigkeit, Zerstreuung der Gedanken, diverse Lebensaufgaben und Herausforderungen. Ich übe unabhängig von meiner Stimmung. Ashtanga-Praxis ist für mich eine stabile Gewohnheit, kein Extrem. Es ist wie ein Nach-Hause-Kommen, zu meinem Körper, zum Spüren, zum Atmen.

Paradoxerweise hat mich dieser präzise Yogastil vom Perfektionismus entwöhnt. Es ist besser die Matte auszurollen und ein paar Sonnengrüße zu machen, als gar nichts. Es ist besser, etwas zu 50% zu tun, als gar nicht. Ashtanga lehrt mich, nicht aufzugeben, trotz Angst, Unbehagen oder Dyskomfort (nicht mit Schmerz verwechseln!). Durch Struktur, Wiederholung, Verbindung von Atem und Bewegung ordnet er mich innerlich und lehrt mich Selbstdisziplin.

Entwicklung entsteht, wenn man weitermacht, auch wenn es nicht perfekt ist. Nicht jeder Tag ist dazu da, zu glänzen. Manche Tage sind dazu da, nicht aufzugeben.

Komm auf die Matte.

Wenn du selbst spüren möchtest, wie sich diese Art zu üben anfühlt: komm gern unverbindlich zu einer Probestunde.

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Ela Buchholz

Über die Autorin

Ela Buchholz

Yogalehrerin in Stuttgart und online – anatomisch fundiert nach der AYI Method, herzlich begleitet. Mehr über mich →

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